So Blonde - Zurück auf die Insel



Simon Winzer für GameFeature.de

Wenn man eine Reise tut, so kann man was erleben, so nahm ich mir mein Stock und Hut, und tät das Reisen wählen. Diese Satz trifft auf die 17jährige Blondine Sunny nur halbwegs zu, denn eigentlich wollte sie nicht auf eine Schiffsreise durch das Bermuda-Dreieck auf welche ihre Eltern sie mitgenommen haben. Bei einem Gewitter wird Sunny über Bord gestoßen und schwemmt auf einer unerreichbaren, aber doch bewohnten Insel an, auf der etwas mysteriöses vorgeht. Hätte Sunny besser zu Hause bleiben sollen? Ich bezweifle dies, denn wäre dem Gamer eine interessante Story verweht geblieben.

Zugegeben – die Insel-Storyline ist abgegriffen. Nicht nur, dass Bücher (Der Herr der Fliegen) oder Filme davon handeln, nein, auch Spiele handeln immer öfter von Personen, die auf einer Insel angeschwemmt werden. Für Nintendo-Spieler ist Lost in Blue erwähnenswert, PC Fans sollten sich an Monkey Island  zurückerrinnern.

 

Aber wenn wir wieder zurück auf die Story schauen, erwartet den Spieler eine sehr interessante Reise über die von der Zivilisation abgelegene Insel. So gibt es mehrere Kapitel, in denen ihr Quests im Adventure-Stil erfüllen müsst. Erfüllt ihr den ersten, werdet ihr direkt mit einem wichtigen Schlüsselfigur des Spieles in Kontakt gebracht und ihr erfahrt einige grundlegende Dinge über die Insel. Nett ist, dass jeder noch so kleine Dialog in deutscher Sprachausgabe gesprochen wird, sodass ihr alles mithören könnt. Habt ihr alle Quests erledigt, startet das nächste Kapitel.

Ziemlich häufig gibt es nach dem Beenden eines Levels einen Rollentausch zwischen einem gewissen Nathaniel und eben Sunny. Das Steuerung von Nathaniel findet allerdings in der Vergangenheit statt, da dies nur ein Traum von Sunny ist. Den jungen Mann gab es aber wirklich und nach Befragung der spannend inszenierten Insel-Charakter stellt sich heraus, dass irgendetwas mysteriöses auf der Insel vorgeht. Hat vielleicht der böse Caiptn One-Eye, der Jugendliche in seiner Goldgrube schuften lässt, etwa seine Finger im Spiel.

 

Begleitet wird die Story vom typischen Adventure-Feeling. Dinge beobachten, anklicken und kombinieren. Beim Testen konnte ich einen angenehmen Schwierigkeitsgrad feststellen. Es war ziemlich leicht zu spielen, aber trotzdem so, dass man viel nachdenken musste, um es zu schaffen. Zur Lockerung gibt es neben den Denkspielchen noch Minispiele, die aber auch etwas mit der Story zu tun haben. Beispielsweise müsst ihr angeln und die Fische anschließend verkaufen. Die Anzahl der Wasserratten die ihr fangt, findet ihr anschließend in eurem Inventar wieder.


Die Technik macht kaum Fehler in diesem Spiel. Der Spielverlauf wird von einer leichten Musik unterstrichen, die ich mit Adventuren verbinden kann und die zum Spiel passt. Außerdem gibt es für jeden Schauplatz andere Hintergrundgeräusche. Die Grafik hätte vielleicht noch einen kleinen Tacken besser ausfallen können, genügt aber für ein Adventure völlig aus und wirkt ziemlich bunt, was aber wiederum die Insel im Sonnenlicht erscheinen lässt und somit die Schauplätze um einiges verschönert.

Die Steuerung ist gut, denn die Wii-Fernbedienung ist optimal zum Zeigen auf Gegenstände geeignet, sodass man problemlos Gegenstände kombinieren oder anklicken kann. Auch hier macht DTP nichts falsch.

 

Zum Schluss muss man dem Spiel hoch anrechnen, dass es verschiedenste Generationen anspricht. So können es wunderbar 10jährige, aber auch ledige 40jährige mit viel Spaß genießen.