Need for Speed Nitro



Simon Winzer für GameFeature.de

Wieder einmal mehr erscheint ein Titel der Need-for-Speed-Reihe, dieses Mal sogar einmal exklusiv für die Nintendo Wii. Ob es eine realistische Rennspielsimulation oder doch eher ein „lastiger“ Arcade-Titel ist, zeigt dieser Test:
Als erstes beginnen wir bei der Karriere. So könnt ihr einen Bronze-, Silber- oder Gold-Cup spielen. Diese schalten sich nacheinander frei.
Innerhalb eines Cups gibt es verschiedene Städte, die sich ebenfalls hintereinander freischalten. Nach dem Einkauf eines Autos könnt ihr auch schon mit den Rennen starten. Wie gewohnt gibt es Drifts, Sprints, Drags, Eliminations etc., wofür ihr Sterne bekommt.

Bei normalen Rennen sind dies Fünf, bei anderen drei Sterne (genaueres im Audio-Beitrag). Mit diesen Sternen schaltet ihr dann zunächst neue Städte frei, um hinterher mit weiteren Sternen das nächste Edelmetall halten. Dadurch ist die Story sehr umfangreich und motiviert über einen längeren Zeitraum – schade nur, dass es nicht wie bei „Most Wanted“ einen Explore-Modus gibt.



Das Auto-Tuning hingegen gefällt mir nicht gerade besonders, denn Tunen ist überhaupt nicht drin – dafür aber das Gestalten des Autos. So habt ihr massig Venyl- und Decor-Möglichkeiten, nach und nach schalten sich immer weitere frei. Allerdings erhaltet ihr für jedes Rennen, bei denen ihr erfolgreich abschneidet, Kohle, mit der ihr euch bessere Autos leisten könnt. Auf der Straße hingegen gefällt mir das Spiel abgesehen von der Grafik sehr gut, denn so gibt es Polizei-Autos, die euch verfolgen, als auch packende Überholmanöver im Windschatten der Gegner. Für jede gute Aktion (Windschatten, Nitro, Drifts, Führung etc.) erhaltet ihr Style-Punkte. Erhaltet ihr eine bestimmte Anzahl von diesen Punkten, erhaltet ihr Sterne.

Auch das Einsetzen vom Nitro funktioniert gut, denn so füllt sich eure Anzeige durch Moves, die ihr anschließend im Form des Beschleunigers verbraten könnt. Sind beide Anzeigen gefüllt, erhaltet ihr sogar einen doppelten Boost. Nur grafisch ist das Spiel auf einem N64-Niveau. Sicher ist die Wii grafisch keine Top-Konsole, aber ein bisschen mehr ist schon zu erwarten, weil die Gamecube-Grafik von Need for Speed Underground seinerzeit weiter war.

Ein Punkt fehlt aber noch: Euer Auto kann Schaden nehmen. Sammelt deswegen immer Reparatursymbole ein, denn ist euer Auto einmal komplett kaputt, kostet dies kostbare Zeit. Durch Einsetzen eines Schraubschlüssels kann dies verhindert werden. Selbiges gilt bei Verhaftungen, nur hier kommt es auf euer Geschick an. Haben euch die Polizeiautos eingequetscht und ihr könnt euch nicht befreien ist kostbare Zeit weg. Lasst euch deshalb nie in die Enge treiben.