New Super Mario Bros. Wii



Simon Winzer für GameFeature.de

Ein modernes Spiel, das alle Generationen vor der Konsole vereinen kann, gibt es nicht? Wenn ihr dieser Auffassung seid, liegt ihr falsch, denn kurz vor dem Weihnachtsgeschäft kam New Super Mario Bros. Für die Wii heraus. Nach rund 14 Jahren wieder einmal ein 2D-Titel des Klempners für eine Nintendo-Konsole. Schon ein Grund für eine Vereinigung der Generationen?

Müsste ich das Spiel in einem kurzen Satz beschreiben, hieße dieser: „Ein revolutioniertes Super Mario Bros und Super Mario World in einem“. Dieser Satz lässt sich bereits spätestens in Welt 1-3 belegen, denn so gibt es mehrere Welten, in denen es mehrere Levels gibt.
 
So müsst ihr mit dem roten Handwerker durch das grüne Pilzkönigreich, durch die Wüste oder durch Schneewelten ziehen, um seine geliebte Prinzessin Peach zu befreien, die wieder einmal mehr von seinem Erzfeind Bowser entführt wurde. Diese „Levelkarten“ tauchten das erste Mal in „Super Mario Bros 3“ auf. Außerdem gibt es wieder einen Yoshi, der sein Debut in „Super Mario World“ feierte. Auch Geisterschlösser gibt es wieder.

 

Aber nicht nur alte Dinge bestimmen das Konzept von „New Super Mario Bros.“, sondern wie der Titel unschwer erkennen lässt, gab es einige neue Einfälle. So ist es ein komplett neues Spiel mit einer fröhlichen und modernen 2D-Grafik. Nett ist ebenfalls die Steuerung, die komplett mit der Wii-Fernbedienung funktioniert. Eigentlich funktioniert diese genauso wie die Alte, nur dank neuer Einfälle, die die Items betreffen, kommt Abwechslung in die Bude. So könnt ihr mit Mario „Karlson auf dem Dach“ spielen, denn mit einer Kappe, auf der sich ein Propeller befindet, kann Mario fliegen, wenn ihr sie schüttelt. Außerdem könnt ihr Gegner mit einer Eisblume einfrieren. Haltet ihr „1“ gedrückt und bewegt die Fernbedienung dann rauf und runter, könnt ihr den eingefrorenen Gegner sogar werfen.

 

Aber auch inhaltlich gibt es ein paar Neuerungen. So werden Toads in diversesten Leveln versteckt und ihr müsst sie retten. Habt ihr sie dann in den bekannten ?-Blöcken gefunden, braut sich das nächste Problem auf, denn ihr müsst sie irgendwie zum Ende des Levels bekommen. Das schafft ihr, inden ihr in wie den Eisblock nehmt und die „1“ gedrückt haltet. Nun müsst ihr ihn nur noch bis zum Ende schleppen. Das stellt sich aber als schwieriger heraus, als es sich anhört, denn ihr könnt währenddessen nicht Gebrauch von euren Items machen. Stirbt Toad, weil er zwei Mal in Gegner hineinrennt oder er in Schluchten fällt, müsst ihr das Level erneut starten. Schafft ihr es stattdessen, erhaltet ihr Extra-Leben und ein Bonus-Haus öffnet sich, in dem ihr Items gewinnen könnt. Hier müsst ihr Türen öffnen. Immer wenn ihr ein Item doppelt findet, erhaltet ihr diese. Doch wehe ihr deckt das (Mini)Bowser-Paar auf, denn dann ist das Spiel beendet, die aufgedeckten Karten erhaltet ihr aber dennoch.

Außerdem gibt es nun auch Jump&Run-Minispielchen in den Leveln. Ihr steuert Mario und müsst in einem kleinen Gebiet acht Toad-Symbole einsammeln, doch auch Gegner, die euch besiegen können, gibt es genug. Dieses richtet sich nach der Welt, in der ihr euch aufhaltet. Habt ihr die Symbole eingesammelt, erscheint eine Truhe mit Toad. Nach Öffnen dieser erhaltet ihr drei Pilze. Ebenfalls eine nette Dreingabe.


Am genialsten ist aber der Multi-Player, auf den ich ausführlich im Audio-Beitrag eingehen werde, da er sehr umfangreich ist. In ihm lauft ihr mit maximal vier Spielern gemeinsam durch die Welten um Bowser zu zeigen, wer der Chef im Pilzkönigreich ist. Aber auch Konkurrenzdruck ist dabei, denn so gibt es am Ende den Vergleich, wer der beste Spieler ist. Dieser berechnet sich durch die eingesammelten Münzen, die Anzahl der besiegten Gegner und den erhaltenen Punkten. Items gibt es in den Leveln genug, sodass jeder eines bekommen sollte. Nur gibt es dafür auch Punkte. Hierdurch kann es dann passieren, dass ein Spieler dem anderen das Item wegschnappt, nur um Punkte zu erlangen. Das könnte ein Problem bei dem Versuch darstellen, Bowser gemeinsam eins auszuwischen. Außerdem hat jeder Spieler fünf Leben. Ihr verliert entweder Eines, wenn euch ein CPU besiegt oder ein Spieler weit entfernt von den anderen Charakteren ist. Reist ein Spieler durch eine Röhre, kommen die Mitspieler automatisch mit.
 

Technisch merkt man einmal mehr, dass ein Nintendo-Team an der Programmierung gesessen hat, denn diese ist wieder einmal spitze. Grafisch ist das Spiel ein wahrer Augenschmaus und sieht um einiges ansprechender aus als mancher 3D-Titel. Zusätzlich funktioniert das Spiel ohne einen einzigen Bug einwandfrei. Ein netter Sound unterstreicht das sehr gut gelungene Spiel, denn bereits die erste Melodie konnte ich sofort mitsummen. Aber auch hier zählt wieder das Konzept von „NEW ...“, denn in manchen Gebieten gibt es neue Musiken.

 

  Simons Meinung:

Würde ich nach einem perfekten Spiel gefragt werden, wüsste ich keine Antwort. Ich kann aber eine Antwort auf die Frage nach einem fast perfekten Spiel geben – und die heißt „New Super Mario Bros.“! Das Spiel ist genial, genial dadurch, dass es zwei Klassiker vereint und revolutioniert. Jeder kennt „Super Mario Bros“ mit seinem einfachen Konzept, das alle Generationen in seinen Bann zieht, weil es jeder kennt. Der beste Casual-Titel aller Zeiten ist es auf jeden Fall. Auch mein persönlich Hit für das Jahr 2009. Große Klasse, Nintendo!

"Ein fast perfektes Spiel!"