Drakensang: Am Fluss der Zeit



Sebastian Mersch für GameFeature.de

Die Geschichte des Prequels zu Das Schwarze Auge: Drakensang führt den Spieler in die Ereignisse, die 23 Jahre vor der Handlung von Drakensang stattfinden. Alles nimmt seinen Ausgangspunkt im Hafen von Ferdok: Auf einem Schiff befinden sich ein junger Lehrling - der Spielercharakter - und ein Zwerg. Der Lehrling ist gerade auf dem Weg zu seiner Abschlussprüfung. Der Zwerg ist ein alter Bekannter: Forgrimm aus Drakensang.

Haupthandlungsort wird die Stadt Nadoret sein und die Reiseroute entlang des Großen Flusses. Um diesen Fluss ranken sich viele mythische Legenden, die in den Handlungsstrang einfließen werden. Die Geschichte wird mehr Wendungen enthalten, als es in Drakensang der Fall war: Mit jedem Ort, den der Spieler besucht, verändert sich seine Sicht auf die Dinge. Je nach Charakterwahl und Verhalten ergeben sich neue Möglichkeiten und Questreihen.

In Am Fluss der Zeit wird der Spieler mit einem Schiff ausgestattet. Wie schon im Vorgänger kann man sich aus einer vorgegebenen Zahl von Charakteren seine eigene Party zusammen stellen, vier Begleiter insgesamt.

Doch am Anfang ist man nur alleine oder nur in kurzweiligen Gruppen unterwegs. Kaum ist man in Nadoret angekommen zeigt sich die Stärke von Drakensang: am Fluss der Zeit. Die Atmosphäre ist einfach nur bezaubernd. Die Entwickler Radon Labs steckten wirklich ihr ganzes Herzblut ins Game. Die Kritiken des ersten DSA Drakensang Teils wurden aufgefangen und dementsprechend existieren sie nicht mehr. Alle Sprachrollen bis auf die des eigenen Heldens sind perfekt vertont worden und die Questvariationen machen durchweg Spaß. Zwar zieht sich die Hauptaufgabe etwas, dennoch wird man immer wieder belohnt durch wirklich sehr schönen Ideen der Nebenquests.

Von Langeweile keine Spur, denn zu entdecken gibt es vieles. Selbst wenn wir weitergezogen sind und wieder an alte Schauplätze zurückkehren erwarten uns stets neue Aufgaben. Es gibt einfach vieles zu tun und dabei wirken die Städte so lebendig wie nie. Doch die wahre Ausfaltung kommt nach einigen Stunden spielens. Dann wenn Ihr die Welt mit Eurer Gruppe bereisen dürft. Hierbei sind auch Eure Entscheidungen stets immer gefragt. Diese entscheiden das weitere Vorgehen. Zwar kommt es hier nicht an ein Dragon Age heran zeigt dennoch wie sehr man doch auf die Dialoge achten sollte.

Grafisch wurde auch einiges gemacht. Weiterläufige Areale laden zum herumlaufen ein. Durch ein schnelles Reisesystem kommt man schnell zu seinen Ziel. Schöne Animationen, tolle Effekte wie Sonnenstrahlen und eine schöne bunte Außenwelt umgibt die Spielwelt. Negativ sind uns leider die Dungeons aufgefallen, die sehr leblos dagegen wirken und Räume sich gleichen. Schade das es doch noch solche Gegensätze gibt. Außerdem fehlen die Türanimationen. So verschwinden Charaktäre einfach kurz vor dem betreten der Türen. Da so vieles animiert wurde eigentlich unverständlich warum man darüber hinweg gesehen hat.

Das Rollenspielsystem ist jedoch stark. Neben den zahlreichen Klassen des Vorgängers wurden auch noch zwei weitere Klassen hinzugefügt. Es handelt sich einmal um einen Zwergmagier und einen starken Zeitgenossen dem Stammeskrieger. Auf Wunsch kann der Expertenmodus für die DSA Fans unter Euch aufgerufen werden und somit zahlreiche Veränderungen der Fähigkeiten beeinflusst werden. Aber keine Angst auch ohne das Verständnis ist Drakensang Am Fluss der Zeit zugänglich gestaltet und diese Werte übernimmt das System für Euch. Es geht langsamer zu als so manch anderes Rollenspiel. So sind die Schläge im Kampf zunächst sehr langsam dafür umso spannender. Die Gegner sind dabei zahlreich und vielfältig. Durch drei Schiwierigkeitsgradstufen lässt sich das Game anpassen und auch unerfahrene Abenteuer bestehen. Sobald ein Kampf anfängt pausiert das Spiel und Ihr könnt in Ruhe Eure Gruppenbefehle geben.
 

 
 
  Sebastians Meinung:
 
 

Wer sich auf ein altmodisches Rollenspielprinzip einlassen möchte ist hier genau am richtigen Fleck. Denn kaum ein anderes Rollenspiel schafft es so eine Dichte Story dem Spieler herüberzubringen. Dabei ist die Welt mit zahlreichen Kleinigkeiten bespickt, so dass ich gar nicht mehr aufhören wollte weiter zu spielen. Besonders die tollen Quests, die lustigen Sprüche unseres Zwerges und die liebevoll gestalteten Außenareale von Aventurien sind einfach klasse. Dagegen sehen leider die Dungeons nicht so schön aus. Aber bis auf ein paar weiteren Kleinigkeiten ist dieses eine Meisterleistung aus deutschen Lande!

 
"Tolle Geschichte, glaubhafte Charaktäre und eine schöne Welt! Was brauch man mehr?"