Command & Conquer 4



Sebastian Mersch für GameFeature.de

Im Jahr 2062 stand die Menschheit am Rande der Vernichtung. Tiberium, das mysteriöse außerirdische Kristall, das die Erde in einen jahrzehntelangen blutigen Krieg zwischen der Global Defense Initiative (GDI) und der Bruderschaft von Nod gestürzt hatte, drohte den Planeten nun unbewohnbar zu machen. Am Höhepunkt dieser Krise kehrte Kane, der prophetische Führer der Bruderschaft von Nod, aus seinem Exil zurück und eröffnete der GDI, er hätte ein System entwickelt, mit dessen Hilfe er das Tiberium kontrollieren und dessen Macht nutzen könne. Allerdings konnte er sein "Tiberium-Kontrollnetzwerk" ohne die Hilfe der GDI nicht aufbauen. Und so standen die erbitterten – GDI und Nod – unerwartet auf derselben Seite und kämpften für ein gemeinsames Ziel: die Rettung der Menschheit vor der Vernichtung durch das Tiberium.

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Heute, 15 Jahre später, ist der Aufbau des Netzwerks nahezu abgeschlossen. Das Tiberium ist unter Kontrolle, und unser wiederbelebter Planet steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters des Fortschritts und Wohlstandes. Doch erst jetzt fragen sich immer mehr Menschen, warum Kane einst seine Hilfe angeboten hat, und was er wohl als Gegenleistung verlangen wird.

 

 

Kane, GDI, Nod, Tiberium. Doch Wie wird es enden? Wir waren ebenso gespannt wie Ihr! Im Vorfeldauf der letzten GamesCom konnten wir bereits einen Einblick in das Ende des Tiberiumskonflikts wagen und wir waren doch optimistisch und zuversichtlich, dass EA es wieder schaffen würde dieses Kapitel von Command & Conquer mit einen verdienten Feuerwerk abzuschließen. Doch leider stellt sich nach bereits einigen Minuten des spielens breite Ernüchterung dar. 

Bereits bei der Installation müssen wir natürlich bei den berühmten EA Downloader registriert sein. Das ist ja bereits bekannt. Dennoch sorgt nachdem einloggen ein weiteres Login Feld im Spiel des Frustes. Erst nach den dortigen einloggen seid Ihr bereit zum spielen. Im Hauptmenü könnt Ihr bereits einen Chat eingeloggter Spieler verfolgen und daran teilhaben. Aber gehen wir doch einmal ins Detail.

Die Grafik ist das Glanzstück des vierten Command & Conquers. Denn hier sehen wir nicht nur abwechslungsreiche detailreiche Maps sondern auch tolle Effekte und schöne Animationen unserer Einheiten. Liebevoll gestaltet und bei Kampfhandlungen wimmelt es nur so von Lasereffekten auf dem Bildschirm. Grafisch ist das Spiel sicherlich das was es verspricht auch wenn die Maps recht klein im Vergleich zu den Vorgängern sind.

 

Bei den Zwischensequenzen setzt man wieder auf die Realfilmsequenzen. Angekündigt war, dass die Geschichte weitaus düsterer dem Spieler dargestellt wird und einige offene Fragen klärt. Wir als Commander sehen die Sichtweise in den Zwischensequenzen aus der Kamera- sprich Egoperspektive und müssen doch sehr oft schmunzeln. Denn die Darsteller übertreiben es mit der Schauspielkunst enorm. Ernst kann man die Mimiken und Gestiken einfach nicht. Die Story plätschert auch zunächst vor sich hin. Wir sehen wie Kane und die GDI zusammenarbeiten. Doch schnell will er uns zu seiner Seite ziehen. Richtig hier findet man die erste Neuerung. Wir suchen uns nicht die Kampagne GDI oder NOD zu Spielbeginn aus sondern müssen zunächst einige Missionen spielen um dann sich zu entscheiden. Diese Entscheidungswahl ist zumindest ein Lichtblick in die dahin plätschernde und oberflächliche Darstellerpreformance. 

 

Kommen wir zu den wesentlichen dem neuen Spielkonzept. Ihr habt diesesmal kein Ressourcenabbau und keinerlei Probleme Eure Truppen zu bauen mit der Ausnahme bis zum Einheitenlimit natürlich. Zunächst müsst Ihr Euch für die Art Eures Bauhofs entscheiden. Dieses ist eine wichtige Wahl. Denn sie kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ihr habt die Wahl zwischen Angriff, Verteidigung und Unterstützung. Jeder dieser Bauhöfe baut unterschiedliche Einheiten und hat dementsprechend auch unterschiedliche Fähigkeiten. Neu ist es, dass der Bauhof sich auch bewegen kann. Einfach vergessen kann man den Basisbau oder das abbauen von Ressourcen. Während sich der Bauhof bewegt kann dieser Einheiten produzieren und somit natürlich taktisch sehr wertvoll.  Die Einheiten kosten keine Ressourcen mehr und somit kann bis zum meißt mageren Einheitenlimit gebaut werden. Sollte man sich für den falschen Bauhof entschieden haben, kann man diesen zerstören und einen neuen anderen bauen. Mehrere auf einmal sind nicht möglich! Somit entscheidet Ihr Euch immer nur für einen der drei möglichen Wege. Benötigt Ihr also schnelle Flugeinheiten wählt den Unterstützungsbauhof, bei Verteidigung gibt es Fußsoldaten oder Beispielweise einen Sheppard Panzer. Bei Angriff gibt es leichte Kettenfahrzeuge und so weiter! Durch diesen Rollenspielwandel gibt es natürlich auch wieder Belohnungen, welche Ihr nach dem Abschießen von diversen Einheiten erhaltet, einsetzen dürft. So werden Eure Einheiten z.B. leistungsfähiger oder auch zielsicherer um somit einen Vorteil zu erhalten. Natürlich habt Ihr auch hier ähnlich wie in Alarmstufe Rot 3 die Möglichkeit die Missionen in Coop zu spielen. Oft sind auch einige Einheiten dabei, die wiedermal durch Ihre Größe und Panzerung überzeugen. Das sieht meißt wunderschön aus, dennoch kann man nicht groß heraus aus den Karten zoomen, wobei die Optik natürlich umso schöner ist jedoch es eventuell nicht immer so spielerisch einen Sinn macht. Jedoch reicht sie meißt aus um Eure wenigen Einheiten zu kontrollieren.