Splinter Cell Conviction



Sebastian Mersch für GameFeature.de


 
Man wollte einen anderen Weg mit dem neuen Splinter Cell Conviction gehen und hat somit das Grundkonzept der alten Splinter Cell Serie auf dem Kopf gestellt. Vier Jahre lang bastelte man somit an dem neuen Sam Fisher.

Mehr als 150 Mitarbeiter von Ubisoft Montreal haben an dem neuen Stealth-Actiongame gewerkerkelt. Das Ergebnis: mehr Action und Spannung, mehr Spielspaß durch einfache Bedienung und einer tollen Inszenierung sind die neuen Schlagwörter für Conviction. 
 
{rokbox title=|Splinter Cell Conviction Launch Trailer|}http://www.w00tw00t.at/videos/scc-launch.flv{/rokbox} (01:40 min)
{rokbox title=|Splinter Cell Conviction Story Trailer|}http://www.w00tw00t.at/videos/SCCStoryTrailerDE_40727731525_9579.flv{/rokbox} (02:14 min)
 
 
Wir brauchen ja kein Wort mehr über Tom Clancy erwähnen. Somit ist die die bombastische Story des Spiels einmalig. Im Grunde hat sich Sam Fisher total verändert. Wir sind nicht mehr länger bei der Agency Third Echelon tätig und suchen nur noch den Mörder unserer Tochter. Hinweise ziehen uns nach Malta und dort angekommen werden wir natürlich wieder in eine Verschwörungsgeschichte verwickelt. Diese führt uns nach Washington um somit Terroristen aufzuhalten EMP Bomben dort zu zünden. In Form von Rückblenden und Vorausblicken wird uns nicht nur das Spielprinzip erklärt, sondern dieses trägt dem spannenden Storyverlauf viel bei. Unser Held agiert glaubwürdig und ist mit dem Tod unserer Tochter Sarah sichtlich gepeinigt. Dadurch sind die Methoden unseres Heldens in Verhören recht brutal, die wir auch interaktiv steuern können.
 
 
Was gibt es neues? Unser Sam kann im dunkeln sehen, die Umgebung wird im dunkelen Bereichen z.B. einer Straßennische grau und somit können wir schnell und gut entscheiden wie leicht wir zu entdecken sind. Die Last-Seen-Position verrät uns wo Sam zuletzt vom Gegner gesichtet worden ist. Dieses wird uns in Form eines Ghosts unser selbst dargestellt. Nicht unbedingt realistisch, aber sehr hilfreich wenn es um Taktik geht. Da wir gerade von Taktik reden, wir können unsere Feinde nun markieren und dann in einem bestimmten schnellen Move per Tastendruck erledigen. Die Anzahl der markierten Feinden hängt vom Fortschritt der Missionen ab und natürlich läßt sich die Fähigkeit nur aktivieren wenn wir einen Feind lautlos im Nahkampf besiegen. Ladezeiten werden in Form von Zwischensequenzen überbrückt und somit merkt man nichts davon und die Handlung geht von einem Ort in die nächste über, sehr gut! Zahlreiche gescriptete Szenen setzen sozusagen den Schlußstrich für ein tolles Agentenspiel. Allerdings nimmt natürlich dieses ein wenig die Vorfreude bei einem weiteren durchspielens der Singleplayerkampagne.
 
 
Grafisch macht Splinter Cell einen guten Eindruck dank modifizierter Unreal Engine. Licht und Schattenwechsel sehen gut aus und die Animationen wirken sehr real. Auch wenn man besseres bereits gesehen hat ist Splinter Cell Conviction immer noch ein grafisch gutes Spiel. Besonders schön sind die verschiedene Locations und somit der Farbwechsel vom Irak Krieg zu einen Rummelplatz in Washington. Soundtechnisch fällt uns nur ein Begriff ein: WoW! spannunggeladene ruhige Musik in Stealthmodus sowie actionreicher wechsel sollte man im Kugelhagel landen. Dabei sind die Soundeffekte wirklich sehr gut gelungen. Man hört quasi wie die Kugeln an einen vorbei schmettern.
 
 
Die KI der Gegner kann man ebenfalls loben! Sobald man für ein wenig Dunkelheit durch ein Schuß auf eine Lampe gesorgt hat gehen die Taschenlampen bei den Gegnern an. Sie gehen Bewegungen und Geräuschen nach und laufen nicht in eine offensichtliche Falle, die man gestellt hat. So rücken sie meißt mit Verstärkung vor bzw. tasten sich vorsichtig von der Deckung vor. Dennoch lässt sich diese dank der zusätzlichen Hilfsmittel von Sam Fisher schnell ausschalten. Bis auf den höchsten Schwierigkeitsgrad hatten wir wenig Mühe voran zu kommen. Dabei setzt immer noch Sam mehr auf Stealth sprich verdeckte Angriffe, jedoch kann er auch in einen Feuergefecht länger überleben als in den vorherigen Teilen es üblich war. Oftmals lässt das Spiel Euch die Möglichkeit der Entscheidung, jedoch gibt es ab und an z.B. die Aufgabe die Feinde im Nahkampf zu erledigen bzw. keinen Alarm auszulösen.
 
 
Das Waffenarsenal reicht von den üblichen Handfeuerwaffen bis hin zu schweren Maschinengewehren. Dabei kann Sam jeweils zwei an verschiedenen Waffenverstecken erwerben. Auch zusätliche Modifikationen an den Waffen sind hierbei kein Problem. Ebenso sind Gadgets, wie Haftminen, Haftkameras, EMP oder Splittergranaten natürlich auch möglich. Die Visier Ansicht erhalten wir erst später im Spiel und können somit auch durch Wände nach Gegner ausschau halten oder versteckte Laserstrahlen erspähen. 

Wenn man nach ca 5-6 Stunden den doch recht kurzen Singleplayermodus vollendet hat wartet das Spiel per Uplay im Multiplayer auf die nächste Herausforderung. Dieser hat es faustdick hinter den Ohren, denn besonders möchten wir Euch hier den Coop-Story-Modus empfehlen. Hier spielt Ihr mit einen Partner die Vorgeschichte von Splinter Cell Conviction. Ähnlich wie im Hauptspiel wird Euch die Story in Form von Zwischensequenzen gezeigt und könnt somit mit Euren Partner richtig gut das Agentenfieber nachgehen! Ebenso warten die Modi Jäger, Infiltration, letztes Gefecht und Duell auf Euch. Jeweils können die Multiplayerparts nur von 2 Spielern gespielt werden. Mehr über den Multiplayerpart erfahrt Ihr im Audiobericht.