Partisan



Sebastian Mersch für GameFeature.de


 
Mit Partisan - Widerstand hinter den feindlichen Linien hat DTP entertainment ein neues Action Rollenspiel auf dem Markt gebracht. Entwickler Paradigm versuchte eine Art Diablo im 2. Weltkriegs Setting zu gestalten.

Als russischer Hauptmann habt Ihr in einer sinnlosen Schlacht Eure Truppen zurückgerufen um nicht noch mehr Opfer zu beklagen. Eure Befehlshaber sahen dieses jedoch nicht so lobenswert an und teilten Euch einen Strafbatallion zu.
 
Dieses wurde von deutschen Truppen überrannt und nun ist es an Euch Eure Gefolgsleute, die gefangen genommen wurden zu befreien und die deutschen Truppen zurück zu drängen. Klingt zunächst gar nicht einmal schlecht! Schade, dass diese vielversprechende Geschichte nur in Form von Bildern und Sprachausgabe Euch erzählt wird.
 
Grafisch ist die Umgebung sehr hübsch dargestellt. Gräser biegen sich zur Seite wenn Ihr diese durchschreitet und liefern Euch bereits zu Beginn einen guten Eindruck. Auch der Schattenwurf wirkt sich positiv auf die Landschaft aus. Leider sind die Charakterdetails recht bescheiden, jedoch genügsam für ein Action Rollenspiel dieses Formats. Auch die Präsentation hält sich in Grenzen. So wird die Story in Bildern und Sprache erklärt, sowie inGame von NPC´s in alter World of Warcraft Manier. Sprich Quests gibt es in Ausrufezeichen über den jeweiligen NPC. Optisch hat das Spiel Anleihen von einen Commandos oder auch einen Legends - Hand of God, jedoch ist der Zoomfaktor nur reine Kosmetik
 
Der Bildschirm ist recht funktionell aufgebaut. So habt Ihr in der unteren Leiste schnell die Möglichkeit zwischen Primär und Sekundärwaffe zu switchen oder auch Quickslots, wie Verbandskästen oder Granaten schnell einzusetzen.

Die schlauchartigen Levels halten ab und an Abkürzungen parat, das lockert das öde Spieldesign etwas auf. Der Rollenspielaspekt des Games ist gering. Man merkt, dass das Game auf Action abgelegt worden ist. So könnt Ihr Euren Charakter selbst wie auch Eure Waffen aufwerten und Sie begrenzt in Euren Rucksack verstauen, jedoch hat man meißt das Gefühl es kommt mehr drauf an wer klickt hier am schnellsten um den jeweiligen Gegner auszuschalten.
 
Sehr schön finden wir, dass die verschiedenen Waffen auch unterschiedliche Reichweiten besitzen. So kann man mit einem Gewehr deutlich weiter schießen als mit einer Pistole. Eine MG schießt dabei öfters mal daneben und verbraucht viel Munition. Ihr solltet auch sparsam mit dieser umgehen sonst bleibt Euch nur noch der Nahkampf mit einen Messer. Ein satz zu der KI. Diese ist wirklich sehr dumm. Sie gehen nicht in Deckung laufen gerne in unsere offensichtlichen Fallen und versuchen nicht im Team zu kämpfen.
 
Richtig nervend ist das Lootsystem. Hier lassen Eure Gegner ab und an überlebenswichtige Items beim Tod fallen, bzw. sie springen so schön wie in Diablo aus der Leiche. Jedoch hat man größte Mühe diese in der Spielumgebung wieder zu finden. Die Steuerung, die oftmals nicht präzise funktioniert tut hier Ihr übriges. Das frustet einen Spieler besonders wie ich finde.

Unpassend ist manchmal der Musikeinsatz der sporadisch die Dramatik etwas untersreichen soll, jedoch wirklich daneben liegt. Dafür hat DTP erste Klasse mal wieder in der deutschen Sprachausgabe gezeigt. Man merkt deutlich, dass die deutschen Sprecher hier sich Mühe geben zumindest hier die Ereignisse richtig rüberzubringen.