Venetica



Sebastian Mersch für GameFeature.de

Deck 13 erstes Action-Rollenspiel namens Venetica kann sich durchaus sehen lassen. Falls Ihr die Adventures Ankh und Jack Keane gespielt habt werdet Ihr den relativ buten Grafikstil kennen. Also auf in die Farbenpracht und somit hinein in die Welt von Ventica.

{rokbox title=|Venetica Trailer|}http://gamefeature.de/video/upload/venetica.flv{/rokbox}(01:34min)
{rokbox title=|Venetica - Making of|}http://www.w00tw00t.at/videos/ven.flv{/rokbox} (05:01min)

In Ventica spielen wir einen weiblichen hübschen Charakter namens Scarlett, die bei einen Überfall auf Ihr Dorf beinahe Ihr Leben lässt. Unser geliebter strahlender Held opfert sich für uns und wir trauern natürlich um Ihn. Im Schlaf sehen wir eine düstere Gestalt, die sich als unser Vater vorstellt. Diese Gestalt ist tatsächlich der Tod selbst und daraufhin werden uns die Einzelheiten des Angriffs mitgeteilt. Scarlett soll sich auf nach Venedig machen um dort fünf böse Fürsten zu töten. Am Anfang ist uns jedoch nur das Gebiet unseres Dorfes und dessen Umlandes bereisbar, die uns in das Action Rollenspiel schnell und gut einführen.
 

Bereits früh im Spiel sterben wir, da einige Dorfbewohner glauben, dass wir für den Angriff verantwortlich sind und töten uns heimtükisch. Tja pech gehabt, denn wir können nicht so einfach getötet werden. Kurzerhand befinden wir uns in einer Geisterwelt und tauchen plötzlich wieder lebendig auf. Die Tochter des Tod´s hat sozusagen einige Tricks auf Lager. Dieses Spielchen können wir solange machen bis unsere Schattenmagie verbraucht ist, dann sterben wir wirklich! Ihr merkt schon bombastischer Storyanfang, der aber leider etwas im weiteren Spielverlauf verflacht. Aber dennoch lernen wir viele Charaktäre kennen, die auch logische Probleme mit sich tragen und somit unsere Hilfe immer wieder in Anspruch nehmen. Bei einen Adventureentwickler brauchen wir wohl kaum etwas über die Qualität der Sprecher zu sagen. Generell macht Venetica soundtechnisch wie musikalisch einen relativ guten soliden Eindruck.
 
 
Nach einem Levelaufstieg verteilt man die gewonnen Erfahrungspunkte auf vier Werte. Todesmagie und Spezialattacken kann man im Talentbaum mehrstufig ausbauen. Neue Rüstungen und Waffen sucht man leider zu oft, denn die sind wahrlich nur rar. Das Kampfsystem ist actionreich und fordert den Mausfinger. Jedoch entscheidet nicht nur wildes geklicke sondern auch Taktik ist gefragt. So rollen wir uns gerne zu der entlegenen Seite des Gegners um Ihn so zu attakieren ohne jegliche Blockchance.
 
 
Grafisch haben wir leider einige gravierende Mängel feststellen müssen. Zwar sieht die Spielwelt wunderschön aus mit detaillierten Schatten, schöner Weitsicht, beeindruckenden Sonnenuntergängen und  spektakulären Kammerafahrten, dennoch gab es trotz den ersten Patches, der kurz nach dem Release erschien, immer noch zahlreiche Clipping Fehler. Weiterhin konnten wir unsere Heldin teilweise durch Kameraprobleme nicht sehen, das Spiel frierte bei einigen Zwischensequenzen ein und oftes Schattenflackern sorgen einfach für Mißstimmung. Ebenfalls haben wir das Gefühl mit dem Charakter über den Boden mehr zu schweben als Ihn zu benutzen, einige Animationen wirken oftmals abgehackt. Zudem kamen noch einige spielerische Bugs, wie z.B. Questabgabe und einige andere Probleme noch. Man merkt, dass Entwickler Deck 13 Neuland im Genre betreten hat.
 

 
Der Standort Venedig, der einige reale Schauplätze mit sich bringt ist wirklich tadellos schön geworden. Während man sich an den kleinen Gassen und den gigantischen Brücken tod sehen kann, ist unsere Heldin aber nur teilweise begrenzt zum erkunden eingeladen. Das liegt auch darin, da Scarlett weder springen noch klettern kann. Die Rätsel sind teilweise durchaus sehr stilvoll und gut sowie die Dungeons durchaus mit Halleffekten wunderbar ein gutes Fantasyerlebnis bringen.
 
 
Aber trotz der starken Kritik, die wir hier feststellen mußten kann man nich viel meckern. Wir konnten uns bereits auf der Games Convention 2008 ein Bild von Venetica machen und damals sah es doch sehr als Lara Croft in einer Fantasywelt aus. Aber wir können sagen, Venetica hat sein eigenes Spielkonzept geschaffen, einen Mix aus Rollenspiel und Action sorgen für gute Unterhaltung. Viele Bugs müssen die Entwickler dennoch noch ausbessern und durch den Mixeffekt geht das Spiel auch nicht extrem in die Tiefe. Dadurch ist Venetica einsteigerfreundlich und auch nicht besonders schwierig. Richtige Rollenspieler werden unterfordert sein mit dem Spiel, dennoch bietet es ein unverbrauchtes Setting namens Vendedig. Mit ca. 30 Stunden stimmt auch die Länge des Rollenspiels!