Black Mirror 2



Sebastian Mersch für GameFeature.de
 
Wir schreiben das Jahr 2004. Der tschechische Entwickler namens Unknown Identity entwickelte ein Point and Click Adventure, welches große Erfolge feierte. Dieses mysterische Spielerlebnis über eine Mordserie im Schloss Black Mirror konnte nur durch einige Bugs damals trüben.

{rokbox title=|Black Mirror 2 - Making of|}http://www.w00tw00t.at/videos/blackmirror.flv{/rokbox} (06:46min)

Der zweite Teil wurde vom deutschen Entwickler Cranberry endlich wieder aufgegriffen. 12 Jahre nach dem der erste Teil spielte erleben wir die Geschichte von dem Studenten Darren Michaels, der seine Mutter im verschlafenen Hafenststadt Biddeford in seinen Simesterferien besucht. Es beginnt eigentlich total harmlos, indem wir wie jeden Tag von unseren Boss im Fotoladen herumkommandiert werden. Wir bekommen in unseren ersten Botengängen quasi die Umgebung präsentiert und sehen gleich unsere Traumfrau, die Fotos von sich machen möchte. Wir werden jedoch schnell von unseren Boss wieder des Feldes verwiesen was uns recht zornig macht.
 
Ganz recht in Black Mirror 2 zeigt unser Darren sowie andere Charaktäre richtig Gefühle, besonders der Zorn wird immer wieder in Gestik und in der Sprachausgabe verdeutlicht. Hier fallen auch ab und zu Kraftausdrücke, die mit dafür verantwortlich sind, dass das Spiel eine USK 16 Wertung erhalten hat.


Denn Grund genug wütend zu sein haben wir, denn unsere Traumfrau namens Angelina wird von unseren Chef vergrault und nicht desto trotz wird uns auch von Ihm ein wichtiger Anruf unserer Mutter unterschlagen. Wir sehen auf einmal einen mysteriösen Kerl, der Angelina folgt und kurz darauf finden wir unsere Mutter bewustlos zu Hause. Ihr denkt nun wir haben Euch viel gespoilert doch alles hier findet in den ersten Minuten des Spiels statt. Der Storyverlauf ist zwar etwas voraussehend doch ist dieser so packend und interessant, dass man gar nicht aufhören will es weiterzuspielen.

 

Klar führt unser Weg von Maine schnell zu der dunkelen Vergangenheit unserer Mutter und somit zum Schloss Mirror Castle in Willow Creek, England! Dort angekommen erkennen wir schnell einige Bereiche aus den ersten Teil wieder. Keine Angst, denn den ersten Teil muß man nicht gespielt haben um die Story zu verstehen.



Sterben kann man im weiteren Spielverlauf durchaus oft. Dank Autosave-Funktion braucht Ihr Euch aber nicht zu fürchten, denn das Spiel speichert bei diesen Actionpassagen vorher selbst.

Das Spiel kommt mit zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden daher. So können wir im einfachen Modus die teilweise nervigen Logik Rätseleinlagen überspringen. Diese sind oft im Spiel verteilt, wie z.B. einen zerissenen Zettel wieder zusammenzusetzen und nehmen doch ein wenig Luft raus aus der spannenden, beklemmenden Story. Der Rest der Aufgaben des Spiels sind meißt sehr logisch und nachvollziehbar. Drückt man die Leertaste erhält man die Hotspots, die einen in der ausgewählten Location zur Verfügung stehen und im Tagebuch verfasst unser Held Aufgaben mit Hilfestellungen. Dank einer Postkarte kann sich Darren außerdem schnell von Ort zu Ort bringen lassen um so besuchte Orte nicht umständlich per langen Laufpassagen suchen zu müssen.
 

Grafisch kommt Black Mirror 2 mit wunderschönen detaillierten und glaubhaften 2D Hintergründen daher. Schöne Umgebungseffekte, wie Regen, vorbeiziehende Wolken, fallende Blätter unterstützen das Ambiente. Die Animationen der Spielfiguren sind sehr gut gelungen, doch sehen diese Figuren selbst bei näheren hinsehen nicht so gut aus wie der Rest der Umgebung.



Die Sprachausgabe ist mehr als nur schmuckes Beiwerk. Hier können wir nur loben, denn die professionellen Sprecher stellen gut die verschiedenen Emotionen des Spiels da. Besonders auch bei den Kraftausdrücken ist dieses durchaus zu bemerken!
 
Ebenfalls nett ist es, dass die Charaktäre, wie es eigentlich immer sein sollte, nicht immer am selben Ort verweilen. So gaukelt man uns bei einigen vor, dass die Charaktäre einen realen Tagesablauf nachgehen.


Ich bin positiv überascht, zwar war Teil 1 bereits mit einer guten Story versehen doch ist der Nachfolger um Klassen besser. Die packende Story, die nach und nach mystischer und somit immer interessant wird sorgt genauso wie die Sprachausgabe, die mit Kraftausdrücke doch den einen oder anderen beschimpft zeigen wie ein Adventure für Erwachsene geschnitten sein muß. Nach zahlreichen lustigen Adventures kommt hier eine glaubhaftige Thriller Geschichte, die tatsächlich das beste Adventure 2009 werden könnte.