Void & Meddler: Episode 1


Produktbeschreibung:

Bruchstücke und Einzelheiten, regnerische Nächte und verschwommene Lichter ist das Kernstück von VOID & MEDDLER. In einer einzigen Nacht dringen wir in Fyns Leben und Hoffnungen. Müde von den letzten zwei Jahren, die sie wandernd ohne Ziel und Erinnerungen  unter verdrossenen Fremde und erbarmungslosen Fängern verbrachte, beschloss Fyn all dem ein Ende zu setzen. Sie hat ein paar Stunden Zeit die Dinge zu richten, und sucht nach starken, reinen und bodenständigen Erinnerungen. In einer Stadt in der Geschlechter und Rassen miteinander verschmelzen, wird sie vielleicht den lange verlorenen Hauch von Menschlichkeit, der in ihrem Leben fehlt, finden.

 
 
Antjes Fazit:
Void and Meddler ist ein Produkt von französischen Künstlern und Spieleentwicklern und das merkt man auch. Das Cyberpunk-Point&Click-Adventure sieht grandios aus. Zwar ist es dem Restrostil nachempfunden, aber das Verhältnis von Farbe, Licht und Details ist schon sagenhaft gut. Alles in diesem Spiel wirkt schrill und anders, was ja eigentlich etwas Gutes ist, aber leider wird dieses "Anders-sein" etwas übertrieben. Zumal der deprimierende Unterton der Figuren echt nervig wird auf Dauer. Gerade unsere Protagonistin Fyn ist das beste Beispiel dafür. Sie ist ständig schlecht gelaunt und lässt ihr Emo-Dasein mit jedem einzelnen Satz raushängen. Das ist so langweilig und fade, wie einem Brot beim Schimmeln zuzusehen. Ein Charakter sollte schon mehr Facetten haben und nicht versuchen einen auf gezwungen cool und destruktiv zu machen. Das kaufe ich ihr nicht ab und es führt auch dazu, dass ich nach und nach eine echte Abneigung gegen sie entwickle. Auch die Geschichte um sie ist sehr blass. Sie hat vor 2 Jahren ihr Gedächtnis verloren und will es jetzt wiederhaben, Punkt. Man hätte sich ruhig mehr auf Tiefgang konzentrieren sollen, anstatt nur auf ein schickes Äußeres. Aus einem Cyberpunk-Universum à la "Blade Runner" kann man so viele interessante Ideen entwickeln, die aber bisher hier nicht zu sehen sind. Ich hoffe einfach, dass mit der folgenden Episode mehr Pepp in die Handlung kommt. Auch spieletechnisch gibt es einiges zu verbessern, zum Beispiel die Fortbewegung von Fyn. An manchen Stellen kann man mit ihr sprinten um schneller von A nach B zu gelangen, aber das ist nicht in allen Arealen möglich. Leider ergibt das keinen Sinn und macht den Spielfluss sehr langsam und träge. Auch generell sind wenig Hinweise im Spiel versteckt. So ist es zum Beispiel schwer Gegenstände richtig einzusetzen, weil vieles einfach nur nutzlose Deko ist und nicht einmal Mehrwert für das Spielerlebnis bietet. Auch dann nicht, wenn ich etwas über nach Blut schmeckende Kondome (die harmlose Variante der Geschmacksrichtungen) erfahre. Nun heißt es erstmal abwarten, was in der nächsten Episode passiert.
 
 

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Frank und Antje für GameFeature.de

 


UNSERE WERTUNG:

 

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PRO

+ tolles Farbspektakel
+ Einfluss von Cyberpunkklassikern (Blade Runner)
+ passender Sound durch stimmungsvolle Elektromusik


CONTRA

- unsympathischer blasser Hauptcharakter
- Handlung wirkt stark erzwungen
- übertriebene Darstellung des Genres
- inkonsequente Spielmechanik