Risen


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Sebastian Mersch für GameFeature.de

 Ein namenloser Held strandet als Schiffbrüchiger an einer mysteriösen Insel. Ohne jegliches Grundwissen suchen wir nach Überlebenden und finden eine Begleiterin, die ebenfalls sehr wenig nützlich ist. Doch da vorn raschelt etwas im Wald also bewaffnen wir uns kurzerhand mit einen Knüppel der am Strand rumliegt. Gemeinsam folgen wir einen Pfad der wohl von Menschen erbaut wurde. Fackeln zieren den Weg und ab und zu kommen uns Tiere über den Weg gelaufen, die wir mit ein paar gezielten Hieben außer Gefecht setzen.

Herzlich willkommen zum Test von Risen, dem neuen Rollenspielabenteuer aus dem Hause Piranha Bytes. Richtig, die Jungs haben bereits die Gothic Serie ins Leben gerufen und nachdem man nun die Rechte hierzu nicht mehr hatte, mußte etwas neues her. Verständlich, dass Risen im Grunde ähnlich aussieht wie Gothic 3. So hat man zwar eine neue Version der Engine benutzt, dennoch erkennt man die Ähnlichkeit zu der Gothic Serie gleich auf den ersten Blick. Dennoch wurde die Insel, die Flächenmässig deutlich kleiner ist, in allen Bereichen verbessert. So erkennt man gleich die Liebe, die im Detail steckt. So werden tolle Wettereffekte geboten, wie z.B. Sonnenstrahlen die durch die Bäume strahlen. Aber auch mysterisch auftauchender Bodennebel oder dynamische Schatten sorgen für die passende Gäsenhautstimmung. In Dungeons gibt es ebenfalls nette Kristalle, die Leuchten und die Tiere erkennt man meißt spät in den dichten Gräserlandschaften. Diese verhalten sich auch durchaus sehr klug und weichen unseren Schlägen gekonnt aus. Auch wenn die Engine nicht auf den neusten Stand ist, ist alles sehr stimmig dargestellt mit den Ausnahmen von den Redeanimationen der Charaktäre. Die sind wie in Gothic recht stur und wiederholen sich oft, ebenfalls gibt es auf der Insel oft dieselbe bzw. ähnliche Person an einer anderen Stelle im Spiel mit anderen Namen.


Doch kehren wir doch einmal zur Grundstory zurück, denn die Begleiterin haben wir an einen nahgelegenden Haus kurzerhand abgesetzt und sind nun alleine unterwegs. Kurzerhand entdecken wir einen Einwohner der Insel der uns gottseidank etwas aufklärt. Er erzählt uns, dass es zwei Parteien gibt. Die Inquisition würde die Insel kontrollieren und jeden den sie auf der Insel finden in die Vulkanfestung stecken um aus Ihnen einen der Ihren zu machen. Dann gibt es noch das Banditenlager, welches zuvor diese Insel gehörte und entweder in die Hafenstadt mitsamt allen Bewohnern eingesperrt worden sind oder sich im Banditenlager aufhalten. Der Grund hierfür liegt in den plötzlichen auftauchenden Tempel, die aus dem Untergrund aufgetaucht sind. Die Bewohner sind der Ansicht, dass die Inquisition die Tempel nur störenfrei ausbeuten wollen, während man Ihnen sagt es wäre zur eigenen Sicherheit. Ihr merkt schon direkt zum Anfang haben wir die Qual der Wahl. Gehen wir zur Hafenstadt, zum Banditenlager oder wollen wir alleine die Umgebung unsicher machen. Wir sagen uns lass Ihn mal reden und schauen uns die Insel einmal an, was ja verboten ist. Wir kommen auch nicht weit und werden von einer Einheit Stabkämpfer schnell bewustlos gehauen. Wir finden uns tatsächlich auf der Vulkanfestung wieder, hat also der alte Mann doch nicht gelogen und werden dort bis unsere Ausbildung abgeschlossen ist festgehalten. Keine Angst das dauert im Grunde nicht allzu lange.

Risen bietet Euch immer die Chance Entscheidungen zu treffen, die aber auch negative Auswirkungen auf den Spielverlauf haben kann. Das Levelsystem ist einfach und solide wir sammeln Erfahrungspunkte um so den nächsten Levelaufstieg zu meistern. Durch jeden Aufstieg erhalten wir Lernpunkte, die wir in unsere Atribute durch den entsprechenden Lehrer steigern können bzw. um neue Fertigkeiten, wie z.B. schleichen erlernen können. Das ganze funktioniert sehr gut, wir haben nie das Gefühl total unterlegen bzw. überlegen zu sein. Klar durch die offene Spielwelt, die überings in einen komplett samt Innenräume geladen wird, kann man auch in Gebiete kommen, wo wir doch deutlich als Jungspunt unterlegen sind, dennoch ist das Spiel gut ausbalanciert. Das Kampfsystem funktioniert leicht und man verkommt nicht nur ins dauerklicken! So gibt es z.B. Ausweichkombis die wir oft einsetzen müssen, denn einige Gegner kennen bereits auch einige Tricks. Doch was zeichnet ein gutes Rollenspiel aus, natürlich die Quests. Diese gibt es wie Sand am Meer. Ich kenne kaum ein Spiel, welches mich mit so vielen und mit so vielen interessanten Quests eindeckt, die alle zu recht logisch lösbar sind. Hierbei handelt es sich nicht nur um die berüchtigten Sammelquests sondern auch um die Lösung eines Mordfalles z.B. Jede Fraktion hat Ihre eigenen Interessen und so kommt es schon einmal des öfteren vor, dass Ihr eine Quest auf unterschiedliche Weise lösen könnt, die eine Seite zum Vorteil sein könnte und Ihr dadurch in der Gunst wieder aufsteigen könntet. Risen bietet einen Tag- und Nachtwechsel, der auch das Leben der Bewohner beeinflusst. Diese gehen sowieso Ihren gewöhnlichen Tagesablauf nach.

Im Soundbereich hält man sich etwas mehr bedeckt, dennoch sind die Gitarrensounds sehr gut und passen sich der Tageszeit und dem Geschehen gut an. Die Sprachausgabe ist okay und lässt alte Gothic Tage wieder aufleben. Denn die Sprecher kennt man bereits! Ansonsten fallen uns noch positiv die Umgebungsgeräusche auf, die wirklich gut in Szene gesetzt worden sind. So hören wir auf einmal etwas im Busch rascheln und entdecken uns immer wieder, wie wir uns umdrehen und fragen uns ob da nicht doch irgendwas war?

Im Grunde ähnelt das Spielprinzip doch Gothic 2 mit der Grafikpracht von Gothic Teil 3.5 nenne ich es einmal und einer deutlich besseren Atmosphäre. Die Spielwelt ist nicht zu groß und bietet immer wieder für Überraschungen. Geht man abseits der Wege wird man meist belohnt und durch die zahlreichen Items, die man aufsammeln kann macht es noch mehr Spaß.  Besonders gut haben mir die zahlreichen und abwechslungsreichen Quests gefallen, die einen immer wieder in die Rahmenhandlung Banditen gegen Inquisition zurückfallen lässt. Mit bis zu 30 Stunden Questabenteuer bietet das Spiel alles was ein Rollenspielfan benötigt. Da verzeiht man schon einmal die etwas ältere Technik mit der das Rollenspiel daherkommt. Technisch lief alles rund, auch überraschend wenige Bugs kamen vor. Hier hat Piranha Bytes Wort gehalten, die auf der diesjährigen RPC uns bereits Rede und Antwort standen.