Kona

 

Offizielle Produktbeschreibung:
Oktober 1970. W. Hamilton, ein reicher Industrieller, der sich ein Jagdhaus in Nordkanada zugelegt hat, meldet mehrere Fälle von Vandalismus gegen seinen Besitz. Nachdem nicht ermittelt werden kann, wer es wagt, sich derart gegen ihn aufzulehnen, engagiert Hamilton den bekannten Privatdetektiv Carl Faubert. In Kona gerät Carl in einen so unerwarteten wie heftigen Schneesturm. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Detektivs Faubert und muss die mysteriösen Geschehnisse aufklären, die sich dort hoch oben im kanadischen Norden ereignet haben.
 
 
 
 

GameFeature Wertungsbereich:
 

83%

PRO

CONTRA

+tTiefgründige Story mit vielen Geheimnissen

- Menüfunktionen verbuggt

+ klasse Erzählerstimme mit Roman-Feeling

- Rätsel sehr einfach

+ stimmungsvoller Soundtrack

 

+ Szenerie sehr gut eingefangen mit Schneegestöber und 70er Jahre Flair

 

 

 


Antjes Fazit:

Nachdem ich bereits die Beta-Version gespielt hatte, war ich sehr gespannt, wie das Endprodukt von Kona aussehen wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich konnte auch sofort die Unterschiede im Aufbau der Story erkennen, aber auch Rätsel, die zum Großteil gleich geblieben sind. Dennoch kam es mir etwas einfacher vor, was den Survival Mode angeht, der irgendwie entschärft worden zu sein scheint, aber dennoch seinen Teil zu der rauen Umgebung Nordkanadas beiträgt. Generell war die Story rund um das vom Blizzard zugeschneite Örtchen sehr spannend und barg viele mysteriöse Geheimnisse von Verrat, Betrug und den Ureinwohnern Amerikas. Das Krimi-Feeling wurde vor allem durch den Erzähler sehr gut verstärkt, der zu bestimmten Passagen in der Story kleine Anekdoten oder Hinweise gibt. Zwar dachte ich erst es wäre wieder eines dieser Horror-Survival-Spiele, aber ich würde es eher mit Mystery beschreiben. Man bekommt ein beklemmende Gefühl, wenn man durch leerstehende Häuser geht und herausfindet, was die Bewohner alle für Dreck am Stecken haben. Hinzu kommen die Parallelwelt-Sequenzen, die anscheinend indianischen Ursprungs sind, was aber eine willkommende Abwechslung ist zu den sonst von Schnee-Gestöber durchzogenen Landschaften. Die Rätsel dabei sind nicht sehr schwierig und wahrscheinlich dem ein oder anderen zu plump, dennoch ist es schon herausfordernder, die richtigen Gegenstände zu suchen und in der Story voranzukommen. Was mir nicht so zugesagt hat, war die Menüführung, die teilweise etwas verbuggt zu sein scheint. Ich finde das Spiel ist sehr gut gelungen und bringt vor allem die Geschichte sehr gut zur Geltung. Daher, wenn ihr mal keine Zeit oder Lust auf einen Roman habt, bekommt ihr mit Kona eine sehr spannende Alternative geboten.