Runaway 3 - A Twist of Fate



Sebastian Mersch für GameFeature.de

Ich behaupte einmal, dass der spanische Entwickler namens Pendulo Studios im Jahr 2002 damals das Adventure Genre gerettet hatte. Nachdem Lucas Arts keine Adventures mehr entwickeln wollte, hat der Titel Runaway von einen bis dahin unbekannten Entwickler Qualität gezeigt. Eine packende Story, schöne Grafik und zahlreiche gute Ideen sorgten dafür, dass das Spiel auch hierzulande punktete.

Runaway 3: A Twist of Fate soll nun der Abschluß der Serie werden! Nun, Brian Bassco ist bereits zu Beginn des Adventures tod. Nachdem wir nur eine Handvoll Rückblenden zu Beginn sehen sind wir noch verdutzter. Denn Brian wurde anscheinend eines Mordes beschuldigt und in einen Irrenhaus eingewiesen. Auf seinen anschließenden Fluchtversuch soll er dann umgekommen sein? Zurück in der Gegenwart spielen wir seine beste Freundin namens Gina Timmins, die uns ja bereits aus den vorherigen Teilen uns tatkräftig unterstützt hat. Tja, im Grunde war sie es ja die uns im ersten Teil in die Lage gebracht hatte, aber das ist vergangen.

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Runaway Soundtrack zum reinhören 
 

 

Denn zum ersten mal dürfen wir auch hand an die weibliche Hauptrolle anlegen. Desto weiter wir spielen, desto klarer wird es. Denn wir spielen Brian jeweils in der Vergangenheit und erleben die Geschehnisse sozusagen Rückwärts aus den Erzählungen seiner Freunde und Aufseher. Im ständigen Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit ist es ein guter Schachzug das klassische Adventure zu beginnen. Ein unbedingtes spielen der beiden Vorgängern ist nicht zwingend notwendig, jedoch kennt man einige Charaktere bereits aus den Vorgängern. Ähnlich wie im zweiten Runaway Adventure: Runaway: A dream of the Turtle ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels hoch. Adventureneulinge greifen jedoch auf die Hotspotanzeige sowie dem neuen Hilfesystem zurück. Ihr werdet dann von einer Adventurefigur namens Mr. Pendulo höchstpersönlich per Funkkontakt und sozusagen in Cutszenes betreut um Euch wieder auf den richtigen Weg zu bringen, dieses funktioniert sogar recht gut und macht eine Lösung nicht mehr erforderlich. Mr. Pendulo gibt zunächst nur kleine Hilfe und bei einen zweiten klicken wird dann detaillierter geholfen. Das finden wir druchaus innovativ und hilfreich.

Ansonsten geht das typische Point and Clicksystem gut von der Hand. Besonders der Spielwitz ist mal wieder hervorragend getroffen. Die Sprecher der deutschen Sprachausgabe sind gut getroffen und so setzt sich die hübsche Comicgrafik besonders auch in den schönen und zahlreichen animierten Zwischensequenzen in Szene. Bei den Rätseln sind wir geteilter Meinung. Zwar sind die meistens durchaus logisch, dennoch ist der Hinweis auf die nächste Aufgabe von Gina oder Brian so gut wie nicht gegeben. Dieser Minuspunkt wird aber wie bereits erwähnt durch das gute Hilfesystem sowie dem Journal wieder weggemacht. Das Journal läßt einen anhand von Bildern und Sprache nochmal die Erlebnisse revue passieren.

Ich finde die Runaway Serie einfach nur Klasse. Tolle skurile Charaktere, spannende Stories, gute Sprachausgabe und schöne Animationen sorgen für die tolle Stimmung. Auch im dritten Teil ist man auf einen solide gute Wertung. Kleinere Abzüge gibt es jedoch in der "B" Note. Warum weiß man nie was eigentlich zu tun ist? Wieso gibt es trotz der Releaseverschiebung immer noch Soundbugs? Diese spiegeln sich selten in Form von doppelter Sprachausgabe oder durch ein leichtes Soundknistern aus. Auf zwei Testrechnern mit unterschiedlichen Systemen kamen diese zwar recht selten, jedoch dennoch immer wieder vor. Adventurfans  sowie Adventureneulinge können ohne größere Bedenken hier zuschlagen und werden viel Spaß hiermit haben.