CSI: Tödliche Absichten



Sebastian Mersch für GameFeature.de

In jedem von uns steckt doch ein kleiner Ermittler. CSI - Tödliche Absichten beruht natürlich auf die bekannte Fernsehserie der neunten Staffel. Wir befinden uns sozusagen in Las Vegas und helfen unseren Kollegen bei jeweils einen von insgesamt fünf unterschiedlichen Fällen. Helfen ist hier etwas untertrieben, denn offensichtlich müssen wir alles machen während die Kollegen nur mit Rat und Tat manchmal zur Seite stehen.

Dank der Original CSI Lizenz wird das Spiel, wie auch bereits bei den Vorgängern deutlich aufgepeppelt. Denn wir erhalten nicht nur die Original Musik oder Original Zwischensequenzen der Serie sondern auch drei Original Sprecher der Serie. So sind Laurence Fishburne, George Eads und Lauren Lee Smith als Sprecher und als virtuelle Figur mit von der Partie. Hierbei bemüt sich Ubisoft nicht diese übersetzen zu lassen und lässt die Original englische Vertonung mitsamt deutschen Untertitel. Natürlich kann man geteilter Meinung sein, denn zum einen sprechen die Schauspieler überzeugend jedoch ist heutzutage eine deutsche Sprachversion gar nicht mehr wegzudenken und diese fehlt nun einmal.


Im Spiel sehen wir die Geschehnisse durch eine Egoperspektive und scrollen oder zoomen in der Umgebung herum um die Tatorte abzusuchen. Hier ist natürlich das Pixelhunting gefragt um wesentliche Beweise zu finden. Wer die Vorgänger bereits kennt findet sich schnell zurecht, denn im Grunde wurde hier nichts verändert. In Dialogen befragen wir Zeugen und setzen dann in unseren Crime Labor unsere Untersuchungen fort. Hier fügen wir, z.B. zerstörte Glasscherben wieder in Puzzle Form zusammen oder versuchen DNA Spuren zu analysieren. Für kurze Dauer machen diese Minispielchen im Spiel durchaus Spaß jedoch verpufft schnell die Aufregung, da diese Laboraufgaben halt die Hauptaufgaben des Spiels darstellen. Per Dialoge können wir natürlich unsere Verhöre stattfinden lassen und im Bezug auf unsere gefundenen Beweise uns berufen. In allen verschiedenen Locations können wir uns allerdings beschränkt bewegen, meißtens sind es eher Panorama Bilder die wir zur Seite scrollen können bzw. hier und da auch einmal heranzoomen können und viel mehr nicht.


Die Wendungen in den Fällen sind doch immer interessant gestaltet und lassen einen doch immer wieder motiviert weiterspielen bis der Mörder endlich gefasst wurde. Das Sendungsflair mitsamt Kamerafahrten wurde gut übernommen. Dennoch ist die Grafik nicht mehr zeitgemäß und detailarm. Auch die Animationen werden spärlich nur eingesätzt. Ein zusätzliches Hilfesystem unterstützt wahlweise mit Tips den Spieler sollte er mal nicht voran kommen.


Ich bin geteilter Meinung zu CSI: Tödliche Absichten. Zwar motviert das Spiel durch den Serienflair, dennoch wurde dieser technisch einfach zu veraltet präsentiert. Die Rätsel sowie die Laboruntersuchungen sind nicht sehr schwer nur wiederholen sich diese zu oft. Sollte man ein kleines Detail übersehen haben, so kann man jedoch schon einmal wieder alle Locations abgrasen um eventuell doch ein Beweis übersehen zu haben. Hier kann man schon die Geduld verlieren. So ist CSI: Tödliche Absichten ein nicht mehr zeitgemäßes jedoch mit schönen CSI Flair gestaltetes Adventure. Profis werden unterfordert sein und die veraltete Technik kritisieren.