Tom Clancy´s H.A.W.X.


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René Leitner für GameFeature.de

Tom Clancy’s H.A.W.X. spielt im Jahr 2012. Als die Ära der Nationalstaaten immer schneller dem Ende entgegen geht, durchläuft die Kriegsführung eine radikale Weiterentwicklung. Immer mehr Nationen werden zunehmend abhängig von privaten militärischen Organisationen (Private Military Companies, PMCs), Elitekämpfern, die das Recht selber in die Hand nehmen. Durch das Abkommen von Reykjavik wird diesen schließlich erlaubt, in jede militärische Operation eingreifen zu können. Wir starten als Pilot in eben einer dieser Organisationen und begeben uns mitten hinein ins Flugvergnügen. Oder doch nicht?


Für Fans der Tom Clancy Spiele bietet die Geschichte eine nette Erweiterung zu den bekannten Ghost Recon Teilen. Vieles kommt einem bekannt vor und auch den typischen übertriebenen patriotischen Gesamtton muss man nicht missen. Die Geschichte der Kampagne wird aber nicht wirklich gut erzählt und ist dazu auch noch schnell durchgespielt. Spätestens beim zweiten Mal durchspielen wird man diese Zwischensequenzen aber mit einem Klick auf das Joypad abkürzen. Leider sind trotz einer großen Installation auch die Ladezeiten recht lange ausgefallen.

 

 

 


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Vom Gedanken mit Tom Clancy’s H.A.W.X. einen Kampfjetsimulator zu bekommen sollte man sich leider sehr schnell verabschieden. Das Gameplay ist zu stark vereinfacht und eindeutig auf Arcadeaction ausgelegt. Von taktischen Grundzügen wie man sie von den Ghost Recon oder Rainbow Six Spielen kennt ist leider nichts vorhanden. Man kann zwar seinen Flügelmännern 2 Befehle geben (Angriff auf ein ausgesuchtes Objekt oder Beschützen des Teamleaders), aber eigentlich ist es egal da man sich auch ohne dies zu nutzen gut durchkämpfen kann. Es gibt auch unterschiedlichste Missionsziele wie z.B. das Eskortieren der Airforce One oder das ausschalten von Radarstützpunkten, im Endeffekt läuft es aber immer wieder auf das typische „Zerstören Sie alle gegnerischen Einheiten“ hinaus.

 


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Die Steuerung im Spiel funktioniert sehr gut und ist sehr schnell zu erlernen. Als Pilot erhält man einen Computer-Assistenten namens Enhanced Reality System (E.R.S.: Radar und Raketenfrühwarnung, Anti-Kollisions-System, Schadenskontrollsystem, taktische Karte und eine Waffen-Flugbahn-Kontrolle.), welches einem z.B. beim Anflug auf Bodenziele oder beim ausweichen von Raketen mittels einem Leitsystem hilft die richtige Flugbahn zu finden. Ist dieses System eingeschaltet kann man zwischen 3 Ansichten wählen (Cockpit, Außenansicht von Hinten und eine Version nur mit dem HUD. Schaltet man dieses E.R.S. aus, so sind alle Sicherheiten wie Antistall u.s.w. deaktiviert, aber man kann engere und schnellere Manöver mit dem Flugzeug fliegen. Allerdings hat man mit dieser Variante dann nur eine Third-Person-Sicht zur Verfügung.

 


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Im Spiel kann man sich im Laufe der Zeit ins Cockpit von über 60 bekannten Flugzeugen zu setzen. Die Grafik der Flugzeuge sieht sehr hübsch aus und es ist eigentlich schade dass die Gegner immer so schnell an einem vorbeiziehen. Natürlich sind Kampfjets schneller als Doppeldecker und der Luftkampf im Allgemeinen hat sich geändert, so bekommt man die detaillierte Ausführung der Jets leider nur am eigenen Flieger mit wenn man in der Außenansicht von Hinten spielt. Diese ist meiner Meinung nach auch die Beste zum spielen. Die Grafik der Landschaft sieht sehr nett aus wenn man in 1000 Metern Höhe fliegt. Je näher man dem Boden kommt, desto verschwommener werden die Texturen. Wenn man dann nicht genau den Höhenmesser im Auge behält läuft man Gefahr am Boden zu zerschellen weil einem das Höhengefühl fehlt. Die Soundeffekte sind das ganze Spiel über sehr realistisch und auch der Soundtrack ist wie bei den meisten Tom Clancy Spielen wieder wirklich gut geworden.

 


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Wie schon fast alle Spiele hat auch Tom Clancy’s H.A.W.X. einen Multiplayer Modus. Im Spieler-gegen-Spieler-Modus können bis zu 15 Piloten in schnellen Gefechten gegeneinander antreten. Eine tolle Sache ist es die gesamte Solo-Kampagne im Vier-Spieler Koop-Modus zu spielen. Das macht schön eine Menge Spaß wäre da nicht ein sehr großes Problem welches immer wieder auftrat. Leider gab es immer wieder Ruckler und zeitweise sehr schlimme Lags die den Spielspaß sehr oft in den Keller fallen ließen.

Schussendlich ist Tom Clancy’s H.A.W.X. leider nicht das erhoffte Highlight das man sich zur ansonst recht gut gelungenen Spieleserie gewünscht hat. Die Flugzeuge sind recht ansehnlich und man kommt schnell in’s Spiel, aber die öden Missionen und der bei mir immer wieder laggende Multiplayer schaffen es das Spiel in die bessere Mittelmäßigkeit abrutschen zu lassen.