Wolfenstein PS3


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René Leitner für GameFeature.de
 
In Wolfenstein spielt man William „B.J.“ Blazkowicz, hoch dekoriertes Mitglied im Amt für Geheimoperationen (AfG). Der Held wird zur Zeit des zweiten Weltkrieges zu einer Spezialmission ausgesandt, um in Deutschland nach Beweisen zu suchen, dass die Wölfe (im Spiel werden so die Nazis genannt) eine neue und geheimnisvolle Macht besitzen. Von Feinden umringt findet man heraus, dass diese weit mehr getan haben, als nur eine neue Waffe zu entwickeln. Die Wölfe nutzen die Macht einer dunklen Paralleldimension, um eine Waffe zu erschaffen, mit der sie über alles herrschen werden. Und dass diese Macht so einiges kann, sieht man schon im Introvideo.

Bei Wolfenstein handelt es sich zwar um einen typischen Egoshooter, jedoch gibt es auch einige tolle Features welche man nicht unbedingt bei einem Spiel dieses Genres erwartet. Man beginnt in der Stadt sich mit Untergrundbewegungen zusammenzuschließen um das Übel zu beseitigen. Die Stadt ist frei begehbar, und bietet neben verschiedenen Stadtteilen auch noch versteckte Objekte, meist Gold womit man Upgrades für Waffen Freischalten kann. Dazu jedoch später mehr. Natürlich wimmelt es auch in der Stadt nur so von Gegnern, welche mit fortschreitendem Spielverlauf auch stärker werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern, hat man die Möglichkeit mehrere Missionen zu erhalten, und kann im Menü entscheiden welche man zuerst spielen will. Zur Orientierung helfen einem eine Karte im Menü und ein gut funktionierender Kompass mit Wegpunktanzeige zum nächsten Missionsziel. Obwohl die Stadt frei zu begehen ist, fallen die Wege bei den einzelnen Missionszielen (wie z.B. einer Konservenfabrik oder einem Forschungslabor) sehr linear aus. Zwar gibt es einige alternative Wege und verschiedene Zimmer zu erkunden, aber schlussendlich führt immer nur ein Weg zum Ziel. Erkunden sollte man aber auf jeden Fall, da man dadurch nicht nur Gold, sondern auch Geheimunterlagen und okkulte Bücher findet, die man für die Waffenupgrades benötigt.

Natürlich muss man sich nicht mit den bloßen Händen der Gegnerschar erwehren. Man kann eine Vielzahl an Waffen nutzen. Da gibt es natürlich die altbekannte MP40 Maschinenpistole, einen Karabiner, aber auch Nahkampfwaffen, den Panzerschreck und einen Flammenwerfer. Als besondere Leckerbissen hat man auch noch die Möglichkeit eine Partikelkanone und eine Teslakanone zu verwenden. Es muss hier wohl nicht erwähnt werden, dass gerade die zu letzt genannten jede Menge Schaden anrichten können. Zusätzlich zu den „normalen“ Waffen besitzt man auch ein Medaillon, mit welchem man sich in die dunkle Schleierwelt begeben kann. Dies ist zwar zeitlich begrenzt, aber dadurch hat man die Möglichkeit versteckte Zugänge und Schätze zu entdecken, oder manche Schwachstelle der Gegner zu lokalisieren. Des Weiteren kann man mit dem Medaillon einen Schutzschirm starten, die Waffenkraft verstärken, oder die Zeit zu verlangsamen. Auf dem Schwarzmarkt kann man mit Geld, welches man durch das Finden von versteckten Goldvorräten bekommt, Verbesserungen für die Waffen, aber auch Upgrades für das Medaillon kaufen. Diese muss man oft Freischalten durch das auffinden von den schon erwähnten Geheimunterlagen oder okkulten Büchern.


Bei einem Spiel wie Wolfenstein ist natürlich eines ganz wichtig: eine gute Steuerung. Hier kann man den Entwicklern nur Lob aussprechen. Den Helden zu bewegen und das zielen mit der Waffe funktioniert sehr flüssig und ist auch für Anfänger des Genres sehr schnell mit dem Joypad erlernt. Wie schon die Steuerung so ist auch die Grafik technisch gut umgesetzt. Man hat zwar bei Egoshootern schon einige bessere Grafiken auf der PS3 gesehen, aber schon weit aus mehr schlechtere. Die Charaktere sind detailliert und auch die verschiedenen Umgebungen sehen sehr schön und abwechslungsreich aus. Was mir wirklich gut gefallen hat ist, dass ich während des ganzen Spielens nie einen gröberen Fehler gesehen habe. Kein Tearing, kein Ruckeln, kein Clipping, nichts. Alles läuft sehr flüssig, was natürlich auch erheblich zum Spielspass beiträgt. Auch die Sounds sind gelungen und tragen neben der sehr guten musikalischen Untermalung zum guten Feeling des Mysteryshooters bei. Die oft bei bestimmten Wegen auftretenden Ladezeiten, vor allem wenn man in einem Stadtteil nur kurz durchläuft um gleich darauf in einen anderen zu gehen, sind ab und zu lästig. Außerdem läuft man durch die Stadt (Isenstadt) leider sehr viel. Immer wieder klappert man dieselben Straßen ab. Man kann das wirklich schon als Isenstadt-Sightseeing Tour bezeichnen. Und wenn man ehrlich ist, ist auch die Geschichte nicht gerade spannend erzählt. Zwar ist die Story an sich gut, aber sie wird leider zu lasch präsentiert. Auch fühlt man mit seinem Helden nicht wirklich mit. Er wirkt sehr blass als Charakter. Wenigstens ist die Spielzeit im Singleplayer mit ca. 9-10 Stunden recht ordentlich ausgefallen.

Das Gameplay an sich ist zwar Shooter-typisch, aber durch die tollen Upgrademöglichkeiten und die verschieden Möglichkeiten die sich vor allem durch das Medaillon ergeben um eine Szenerie zu meistern, kommt eigentlich fast nie Langeweile auf. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Gegnertypen und tolle Endgegner (Alphawölfe) die es in sich haben. Der  Schwierigkeitsgrad ist nicht immer fair ansteigend und schwankt ab und zu, hat mich jedoch trotzdem nie an den Rand der Verzweiflung gebracht. Natürlich hat auch mein Held des Öfteren das zeitliche gesegnet, aber die Wiedereinstiegspunkte sind gut gewählt. Ja, speichern kann man leider nicht dort wo man will. Aber mit ein bisschen Überlegen und der Hilfe des Medaillons sind schlussendlich alle Gegner nur eines: Kanonenfutter. Da spielt vor allem die nicht vorhanden zu sein scheinende Gegner-KI eine große Rolle. Zu einfallslos wird man von den Gegnern in die Zange genommen. Trotz allem bleibt Wolfenstein trotzdem nur was es auch sein soll, nämlich ein reinrassiger Shooter. Selbstverständlich gibt es aber auch hier wieder PSN-Trophies zu erspielen. Im Singleplayer, aber auch online.


Natürlich gibt es auch bei Wolfenstein einen Multiplayer. Es gibt das typische Team-Deathmatch, aber auch die Varianten „Ziel“ und „Stoppuhr“. Der Ziel-Modus ist eigentlich nichts anderes als ein Angriffs-Verteidigungs Spiel. Der Stoppuhr-Modus macht recht viel Spaß, da sich in dem Zeitbasierendem Modus die Teams beim erfüllen von Zielen abwechseln, und jenes mit der besten Zeit gewinnt. Es gibt auch 3 Klassen zur Auswahl. Es gibt den Soldaten (hat Zugriff auf schwere Waffen um Deckung und Unterstützung zu bieten), den Techniker (kann Leitern und MGs montieren, Sprengsätze legen und entschärfen, sowie Munitionspacks zuwerfen) und den Sanitäter (kann Kameraden heilen und wieder beleben). Leider habe ich im Multiplayer das Problem nur joinen zu können, weil mir das Spiel (trotz meiner wirklich guten DSL Leitung) sagt ich hätte nicht genug Bandbreite um ein Spiel zu erstellen. Ich würde das verstehen wenn ich ein Spiel wie „Battlefield 1942“ hosten wollen würde, aber bis jetzt hatte ich noch nie Probleme ein Spiel für 12 (manchmal sogar mehr) Spieler zu leiten. Da wünsche ich mir auf jeden Fall noch einen Patch für die Netzwerkkomponente.

Trotz der leider geschnittenen deutschen Fassung macht das Spiel eine Menge Spaß. Man muss dieses Spiel akzeptieren als das was es sein soll: ein reinrassiger Egoshooter mit okkultem Thema und netten Spielereien durch das Medaillon. Trotz nicht mehr ganz zeitgemäßer Grafik kommt eine gute Stimmung auf. Die ca. 9-10 Stunden Spielzeit sind außerdem schon fast das Doppelte was man sonst von Shootern heutzutage bekommt. Shooterfans die auf Realismus verzichten, und über die Schnitte (Symbolik, fehlendes Body Dismemberment) hinwegsehen können werden sicher ihren Spaß haben. Probespielen sollte man diesen Titel allemal, auch wenn er nicht an seinen direkten Vorgänger rankommt.

 
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