Darksiders



Christopher Dawson für GameFeature.de

Darksiders: Wrath of War ist ein Action-Adventure, welches Kampf-, Erkundungs- und Rollenspielelemente in sich vereint. Angesiedelt in einem alternativen Zukunftsszenario, welches durch die Mächte des Bösen frühzeitig von der Apokalypse heimgesucht wurde, übernimmt der Spieler die Rolle von Krieg, dem ersten Reiter der Apokalypse. Dabei begibt er sich auf einen Rachefeldzug bei dem er Vergeltung ausübt.

Der Spieler begibt sich auf die Zerstörte Welt der Menschen, welche in mehrere frei begehbare Areale unterteilt ist und sucht dort nach seinen Feinden, deren Seelen er einsammelt. So Kämpft der Spieler sich zum Beispiel auf seinem Weg zum Turm seines Erzrivalen durch vier Dungeons, die alle im "Zeldastil" aufgebaut sind. Dabei löst er in den Dungeons Rätsel, sammelt Items aus Kisten, haut Zwischengegner kaputt, nur um dann am Ende gegen den jeweiligen Boss des Verlieses zu kämpfen.
 
Die Rätsel selbst sind recht simpel gehalten, hier einige Kisten verschieben, dort hinaufklettern, hier einen Schalter umlegen. Belohnt wird der Spieler dafür mit einem Item, welches für das weitere vorankommen im Verlies selbst nötig ist und im späteren Spielverlauf auch einen praktischen Nutzen hat. Am Ende eines Verlieses wartet dann der jeweilige Boss auf euch, jeder Boss verlangt eine andere Taktik und die Kämpfe sind stellenweise recht schwer: Ihr schlagt auf die Bosse in „God of War“-Manier ein und wenn ihr sie so gut wie Tot habt, gebt ihr ihnen den Rest in einem gut aufgesetzten Active-Time-Event.
 

Seid Ihr siegreich, werdet ihr mit dem nötigen Quest item und einem Lebensstein (ähnlich der Herzcointainer aus Zelda) belohnt. So kämpft ihr euch Anfangs zu Fuß durch die Welt, bis ihr später Kriegs berühmtes Schlachtross „Ruin" befreit, um dann mit ihm zusammen auf Erkundungs- und Rachetour zu gehen. Dabei metzelt Krieg sich auf seiner Reise nach Vergeltung von einem Ort zum nächsten, sammelt nebenbei Seelen, levelt seine Waffen auf und Sucht nach Bruchstücken von Lebens und Zornkernen um seine Energie immer weiter zu vergrößern.



Damit Krieg Rache und Vergeltung üben kann, hat er natürlich eine große Auswahl an Fähigkeiten und Spezialangriffen zur Verfügung. Diese beinhalten insgesamt 5 verschiedene Waffen, dazu unter anderem Kriegs Klinge ein mächtiges Schwert namens Chaosfresser, „Tods“ Sense und der sogenannte Tremorhandschuh, „Gnade“ eure Pistole sowie die Kreuzklinge. Jedoch nur Chaosfresser, die Sense vom Tod sowie der Handschuh lassen sich leveln und aufwerten und damit beim Händler durch neue Combos verbessern. Jede der 3 Hauptwaffen biete eine Vielzahl an Angriffscombos. Einige hat Krieg standardmäßig drauf, andere kauft ihr euch für die Seelen besiegter Feinde bei einem Händler.



Für Kriegs Waffenarsenal stehen ihm auch einige Erweiterung zur Verfügung, so könnt ihr zum Beispiel, Kriegs Schwert mit einer Erweiterung ausrüsten die es ihm ermöglicht, mehr EP für besiegte Feinde zu bekommen und so seine Waffen noch schneller zu leveln. Eine andere erhöht den Schaden den Krieg mit seinen Waffen anrichtet, andere wiederum erhöhen die Anzahl an Seelen die ihr von besiegten Feinden erhaltet, womit ihr mehr Erweiterungen kaufen könnt usw.


Krieg hat auch einige Fähigkeiten im Gepäck die er den Horden der Hölle entgegenwirft, so kann sich Krieg, der im Verlauf des Spiels langsam Stück für Stück zu seiner alten Stärke zurückfindet, später auch wieder in seine Chaosgestalt zurückverwandeln und so für kurze Zeit noch mehr Dämonen elegant und actionlastig verhauen.


  Christophs Meinung:

Darksiders: Wrath of War erfindet das Rad sicherlich nicht neu, es bedient sich aber elegant an anderen Werken verschiedener Genres, vereint diese aber meiner Meinung nach zu einem gelungenen Mix. Die Aufgaben wiederholen sich leider von Zeit zu Zeit, wobei nach ein paar Stunden eine gewisse Monotonie in das Spiel kommen kann. So müsst ihr zum Beispiel, um Wege in neue Gebiete freizuspielen für die sogenannten Steinwächter 5 Siegel lösen, diese Siegel löst ihr in dem ihr eine bestimmte Anzahl an Feinden in einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Art und Weise kalt macht. Darksiders könnt ihr auf drei wählbaren Schwierigkeitsgraden spielen. Einfach, Normal und Apokalyptisch! Das Spiel selbst ist auf Normal schon recht heftig, zum Glück sind die Autosaves intelligent gesetzt, desweiteren habt ihr die Möglichkeit jederzeit selbst noch einmal zu speichern, was den Frustpegel niedrig hält. Wahlweise könnt ihr Darksiders auf Deutsch oder Englisch Spielen. Ich habe mir beide Synchronisationen angehört. Und es ist diesmal überraschend gut auf Deutsch synchronisiert. Was das Spiel aber davon abhält nach einigen Stunden langweilig zu werden? Ganz einfach, die großartige Inszenierung, die spannende Story die nicht mal null acht fünfzehn ist, der großartige Genre mix, sowie das unglaublich coole Charakterdesing von Joe Madureira (Marvel Zeichner bekannt durch X-Men). Technisch gibt es auch nichts zu meckern, das Spielt läuft flüssig, ohne Ruckeln und ohne Tearing, zumindest bei der PS3 Version.

"Ein erwachsenes Zelda!"